Am Landgericht Cottbus wurden drei Männer wegen Bestechlichkeit verurteilt. (Archivbild) Foto: dpap

Urteil des Landgerichts Cottbus Haftstrafen im BER-Korruptionsprozess

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Dreieinhalb Jahre muss ein ehemaliger Bereichsleiter der Flughafengesellschaft wegen Bestechlichkeit ins Gefängnis. Auch zwei weitere Männer wurden verurteilt.

Im Korruptionsprozess rund um den Bau des Hauptstadtflughafens BER hat das Landgericht Cottbus gegen einen ehemaligen Bereichsleiter der Flughafengesellschaft eine Haftstrafe verhängt. Die Richter verurteilten ihn am Mittwoch zu dreieinhalb Jahren Gefängnis wegen Bestechlichkeit. Die Ankläger hatten dem Mann vorgeworfen, von einer Auftragsfirma Ende 2012 Schmiergeld in Höhe von 150.000 Euro entgegengenommen zu haben. Im Gegenzug habe er sich dafür eingesetzt, dass Nachtragsforderungen in Millionenhöhe ungeprüft an die Bauausrüsterfirma überwiesen wurden.

Neben dem Ex-Bereichsleiter saßen noch zwei Männer auf der Anklagebank: Der Ex-Vorsitzende der Geschäftsleitung der Firma Imtech Deutschland erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und elf Monaten wegen Bestechung. Ein weiterer Ex-Firmenmitarbeiter wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten wegen Beihilfe verurteilt.

Staatsanwaltschaft hatte ähnliche Haftstrafen gefordert

Die Staatsanwaltschaft hatte mehrjährige Haftstrafen für die Angeklagten gefordert. Sie plädierte am Mittwoch vor dem Landgericht Cottbus für den angeklagten Ex-Bereichsleiter der Flughafengesellschaft auf drei Jahre und acht Monate Gefängnis wegen Bestechlichkeit. Für den früheren Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Auftragsfirma forderte die Staatsanwaltschaft zwei Jahre und acht Monate Gefängnis wegen Bestechung. Ein weiterer Ex-Firmenmitarbeiter soll demnach eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten wegen Beihilfe zur Bestechung erhalten. (dpa)


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