Flora Shahd, 5, wohnt mit ihren Eltern und ihrer Schwester in der Einflugschneise von Tegel. Foto: Constanze Nauhaus
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2000 Tage BER-Nichteröffnung Flora (5) erklärt, wie man einen Flughafen baut

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Flora Shahd ist genauso alt, wie der BER sein sollte. In ihrem Pankower Kinderzimmer haben wir sie interviewt. "Fünf Jahre sind ganz schön viel", sagt sie.

Flora, in Berlin sollte es jetzt eigentlich einen neuen Flughafen geben, der wie Du nächstes Jahr sechs Jahre alt wird. Freust Du dich manchmal auch ganz doll auf etwas, was dann nicht klappt?
Mami hat meiner Schwester Marleen und mir mal zwei Haarbürsten mitgebracht. Ich wollte die blaue, und Marleen auch. Aber dann hab ich sie gekriegt („Nach einstündigem Geschrei“, Anmerkung des Vaters).

Warst Du schon einmal auf einem Berliner Flughafen?
Ja, da haben wir jemanden abgeholt.

Was fandest Du da am tollsten?
Die großen Flugzeuge. Die waren größer als ich gedacht habe. Die fliegen ja auch jeden Tag über unser Haus. Das nervt beim Frühstück.

Falls der neue Flughafen kommt: Was muss dort unbedingt hin? Ein Spielplatz? Oder eine Rutsche aus dem Flugzeug raus?
Ja, das wär schön. Und dass man mit den Flugzeugen dann ganz weit weg fliegen kann. Dass man nicht nur fährt, unten, sondern von oben viel sehen kann.

Wenn Dir jetzt jemand sagt: Bau mal bitte einen Flughafen! Was würdest Du zuerst machen?
Zuerst würde ich ein paar Flugzeuge machen. Und dann so ein Haus für die alle.

Alleine geht das ja nicht, oder?
Nee. Da braucht man vielleicht so zehn Leute noch. Oder fünf.

Und was glaubst Du, wie lange es dauert, bis alles fertig ist?
Für so einen großen ziemlich lange. Bestimmt so 30 Stunden.

Flora, Du bist jetzt fünf Jahre auf der Welt. Findest Du das viel oder wenig?
Das finde ich ganz schön viel. Ach, und wenn der neue Flughafen aufmacht: Gibt es dann davon ein Stickerheft?

Ein Mehdorn-Pirat von Tochter Lia: Unser Experte Thorsten Metzner über seinen persönlichen Lebensbegleiter BER.

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