Prof. Dr. Angelika Bier mit geflüchteten Kindern in ihrer Einrichtung "Jona´s Haus". Seit 2006 hilft sie mit ihrem Ehemann bedürftigen Kindern. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
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10. Hauptstadtpreise vergeben 50.000 Euro für Integration und Toleranz

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Integration geschehe "mitten in der Gesellschaft", mahnt Schirmherr Thomas de Maizière. 15.000 Euro gingen an den ersten Preisträger nach Spandau.

Bereits zum zehnten Mal hatte die Initiative Hauptstadt Berlin am Dienstagabend zur Verleihung des Hauptstadtpreises für Integration und Toleranz ins Atrium der Deutschen Bank geladen. Unter der Schirmherrschaft von Innenminister Thomas de Maizière hatten sich Christian Awe, Suat Bakir, Babak Ghassin, Nariman Reinke und Peter Kurth als Jurymitglieder mit besonders überzeugenden Integrationsprojekten befasst. Als Sonderpreisträger hatten sie aus Anlass des Jubiläums Jocelyn B. Smith mit ihrem Projekt „Shine A Light“ und Seyran Ates mit der Ibn Rushd-Goethe Moschee ausgewählt.

"Jona´s Haus", "Mix it" und „Zentrum Überleben!“ unter den Gewinnern

Den mit 15.000 Euro dotierten ersten Preis trug Jona’s Haus der Stiftung Jona, eine offene Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in Spandau, davon. Die Deutsche Filmakademie mit ihrer Präsidentin Iris Berben lag an zweiter Stelle. In ihrem Projekt „Mix it“ realisieren Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund gemeinsam Kurzfilme. Dafür gibt es 10.000 Euro.

Weitere 5.000 Euro erhielt das Projekt „Zentrum Überleben!“, das sich mit der Rehabilitierung traumatisierter Geflüchtete befasst. Außerdem gab es noch Einzelpreise in Höhe von jeweils 3.000 Euro für fünf weitere Projekte. Mit 50.000 Euro gehört der Hauptstadtpreis zu den höchstdotierten Auszeichnungen zur Integration.

Für den Schirmherrn ist das Anliegen des Preises „wichtiger denn je“, da gelingende Integration eine der zentralen Aufgaben für die nächsten Jahre sei: „Integration geschieht nicht außerhalb, sondern mitten in der Gesellschaft."

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