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Kultur DEKALOG HEUTE

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Lesungen, Filme, Musik und Kunst zum Zehnten Gebot:

DU SOLLST NICHT BEGEHREN DEINES NÄCHSTEN WEIB, KNECHT, MAGD, VIEH NOCH ALLES, WAS SEIN IST.

Du sollst nicht begehren! – Aber wie? Können wir überhaupt nicht begehren? – Für Martin Luther gehört das Begehren zur Grundbeschaffenheit der menschlichen Natur: Wir können nicht nicht begehren, weil seit dem Sündenfall alle menschlichen Regungen begehrlich sind! Wie also umgehen mit dem Zehnten Gebot, wenn nicht zu vermeiden ist was wir vermeiden sollen? – Martin Luther empfiehlt einen Umweg: „Wir sollen Gott fürchten und lieben...“ – Denn wer Gott liebt, der wird nicht mehr nach dem Hab und Gut seines Nachbarn schielen, weil er das Gute für den Anderen begehrt.

Die neue und letzte Folge des DEKALOG heute Projekts mit Filmen, Literatur, Musik und Kunst widmet sich dieser Frage.

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>>OCULI<< – Neue Musik zum Zehnten Gebot von Charlotte Seither

Ein musikalisches >Nachdenken< über die Zehn Gebote – kann es das überhaupt geben? Widerspricht nicht der Wortgehalt, die Macht des Wortes, gerade im Gestus der Weisung, jeglicher Interpretation durch Klang und Gesang?

Mit der Förderung und Aufführung zeitgenössischer Sakralmusik tragen die Guardini Stiftung und die Stiftung St. Matthäus zur Erneuerung der Kirchenmusik bei, unterstützt werden sie vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.

Die Autorentexte von Kerstin Hensel und Ulf Stolterfoht zum Zehnten Gebot werden im Rahmen dieser Veranstaltung wiedergelesen von Tabitha Frehner.

26. Oktober 2017 / 19 Uhr, Vier Stücke zum Zehnten Gebot für Frauenchor: Berliner Frauen-Vokalensemble; Leitung und Orgel: Lothar Knappe / Eintritt frei / St. Matthäus-Kirche, Matthäikirchplatz, 10785

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DEKALOG – EIN ASSOZIATIONSRAUM IX – X

Das erste Begehrensverbot richtet sich auf die aktive Aneignung fremder Güter: „...deines nächsten Haus“ soll als Metapher verstanden werden auch für kulturelle Zusammenhänge. In der globalen Gesellschaft wird die Differenz der Kulturen zu einem bestimmenden Faktor. Das zweite Begehrensverbot in der lutherschen Erklärung schließt auch legale Aneignungsformen fremden Eigentums aus: Nicht alles, was erlaubt ist, ist moralisch vertretbar. – Ist in der sogenannten „Mediendemokratie“, die Individualismus mit hemmungslosem Egoismus gleichsetzt, eine Art „Gesellschaftsvertrag“ zum Nutzen aller noch möglich?

Ausstellung / Guardini Galerie, Askanischer Platz 4, 10963 Berlin / Eintritt frei / 10. Mai bis 28. Okt. 2017, Di. bis Fr. 12 – 18 Uhr, Sa. 14 – 18 Uhr 

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DEKALOG heute ist ein Projekt der Guardini Stiftung e.V. und der Stiftung St. Matthäus aus Anlass des Reformationsjubiläums 2017 und wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.


Guardini Stiftung e.V.,
Askanischer Platz 4,
10963 Berlin,
+49 30 217358-0,
www.guardini.de


Stiftung St. Matthäus,
Kulturstiftung der EKBO,
Auguststraße 80,
10117 Berlin,
+49 30 28395-283,
www.stiftung-stmatthaeus.de


Literatur >GIEBT ES AUF ERDEN EIN MAAß? ES GIEBT KEINES.<, 18. Oktober, 19 Uhr, Guardini Galerie

Musik >OCULI<, 26. Oktober, 19 Uhr – St. Matthäus-Kirche

Ausstellung DEKALOG - EIN ASSOZIATIONSRAUM IX– X, noch bis 28. Oktober, Guardini Galerie Di bis Fr 12 – 18 Uhr I Sa 14– 18 Uhr

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