Anzeige
Foto:
p

Anzeige Deutsche Oper Berlin – Saison 2017/2018

0 Kommentare

Deutsche Oper Berlin – Saison 2017/2018

Giacomo Meyerbeer: LE PROPHETE
Informationen zu Werk und Besetzung sowie Fotos

Mit LE PROPHETE brachte Giacomo Meyerbeer 1849 eines der blutigsten Kapitel der Reformation auf die Opernbühne – Aufstieg und Fall der radikalen Wiedertäufer-Sekte mit der ihr eigenen Durchdringung von religiösem und präkommunistischem Gedankengut, von Terror und der Vision eines „Reichs Gottes auf Erden“. Uraufgeführt nur ein Jahr nach der gescheiterten Revolution von 1848 wurde LE PROPHETE von Beginn an als Kommentar zu diesen Ereignissen wahrgenommen ... und hat auch heute nichts an Relevanz verloren.

In seiner Grand Opéra erzählt Meyerbeer diese Geschichte anhand der historischen Figur des Jean de Leyde, der aus Protest gegen die Willkür der Obrigkeit zum charismatischen Führer dieser Bewegung wird. Doch im Rahmen des opulenten Historiendramas ist LE PROPHETE zugleich das Psychogramm einer Mutter-Sohn-Beziehung: Die Mutter ist die eigentliche Kontrahentin des „Propheten“ und lässt nichts unversucht, den abtrünnigen Sohn wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. So durchzieht dieser Konflikt das gesamte Werk bis zur finalen Katastrophe, bei der Jean hunderte Menschen und sich selbst in die Luft sprengt.

Nach VASCO DA GAMA, DIE HUGENOTTEN sowie konzertant DINORAH krönt die Deutsche Oper Berlin nun mit LE PROPHETE ihren Meyerbeer-Zyklus.

Vorstellungen am 26., 30. November; 3., 9., 16. Dezember 2017;
4., 7. Januar 2018
Besetzungen, Informationen, Fotos und Trailer

Foto:
p

Gioacchino Rossini: Der Barbier von Sevilla
Informationen zu Werk und Besetzung sowie Fotos

Rossinis populärstes und temporeichstes Werk, 1816 in Rom uraufgeführt, ist der Inbegriff der Opera buffa. Graf Almaviva und Rosina lieben sich über alle Standesgrenzen hinweg. Doch nur der gewitzte Barbier vermag dem Paar zum glücklichen Ende zu verhelfen. Als Vorlage diente der erste Teil von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais’ revolutionärer Komödien-Trilogie, die Mozart mit seinem FIGARO unsterblich machte. Im Ambiente eines südländischen Badeortes, liebevoll erbaut von ihrem langjährigen Bühnenbildner Momme Röhrbein, lässt Regisseurin Katharina Thalbach die Geschichte vom umtriebigen Friseur Figaro, dessen Erfindungsreichtum am Ende alle Hindernisse überwindet, abschnurren. Und obwohl die Protagonisten dieses verwirrenden Spiels zunächst wie aus der Zeit gefallen scheinen, bleibt am Ende die Erkenntnis, dass manche Dinge eben doch Bestand haben. Am großen Theater um die „wahnwitzige Menschheitserfindung Geld“ (Thalbach) jedenfalls ändern die knapp zwei Jahrhunderte, die uns heute von Gioacchino Rossini trennen, wenig.

Vorstellungen am 26., 30. Dezember 2017; 13. Januar 2018
Informationen zu Werk und Besetzung sowie Fotos

Foto:
p


Giacomo Puccini: La Bohème
Informationen zu Werk und Besetzung sowie Fotos

An einem frostigen Weihnachtstag versuchen die beiden Freunde Rodolfo und Marcello – Schriftsteller der eine, Kunstmaler der andere – vergeblich zu arbeiten. Sie frieren, hungern und das Geld für die Mansarden-Miete fehlt. Als auch Colline, der Philosoph, unverrichteter Dinge aus dem Leihhaus zurückkehrt, vermag immerhin ein zu Papier gebrachter Tragödienversuch ein loderndes Feuer zu entzünden. Und da der Musiker Schaunard tatsächlich Glück hatte (ein Engländer suchte einen Musikanten), finden auch noch Bordeaux, Brennholz, Zigarren und das ersehnte Geld den Weg in die Künstler-WG. Doch am Weihnachtsabend isst man nicht zu Hause: Und so stürzen sich die Künstler ins Treiben der Seine-Metropole. Nur Rodolfo bleibt zurück, aber Konzentration, Muße und Ruhe währen kurz. Gestört wird er von der Nachbarin Mimì, die um Licht bittet. Es ist der Beginn einer großen, tragischen Liebe …

Puccinis tonmalerische Elemente und seine musikalischen Schilderungen des Ambientes verbreiten ihren Zauber vom ersten Bild an: Sei es, wenn Rodolfo und Marcello das Dramenmanuskript verbrennen oder der Dichter der ohnmächtigen Mimì das Gesicht benetzt, wenn im zweiten Bild der Chor der Volksmenge mit dem für die Militärparade eingesetzten Bühnenorchester kontrastiert wird, oder wenn im dritten Bild mit sparsamen, ausgesuchten musikalischen Mitteln die Atmosphäre eines kalten Wintermorgens entsteht. Die Inszenierung von Götz Friedrich aus dem Jahre 1988 zeigt das Leben der jungen Künstler ohne verklärende Sozialromantik und lässt die farbigen und heiteren Seiten dieses faszinierenden Kaleidoskops erstrahlen.

Vorstellungen am 20., 23., 29., 31. (2x) Dezember 2017; 2. Januar 2018
Informationen zu Werk und Besetzung sowie Fotos


__________________________________________________

Der Spielplan der Saison 2017/2018
u. a. Georges Bizet CARMEN – Francesco Cilea L’ARLESIANA – Gaetano Donizetti LUCIA DI LAMMERMOOR – MARIA STUARDA (konzertant) – Charles Gounod FAUST – Erich Wolfgang Korngold DAS WUNDER DER HELIANE – Ruggero Leoncavallo DER BAJAZZO – Pietro Mascagni CAVALLERIA RUSTICANA – Giacomo Meyerbeer LE PROPHETE – Wolfgang Amadeus Mozart COSI FAN TUTTE – DON GIOVANNI – DIE HOCHZEIT DES FIGARO – DIE ZAUBERFLÖTE – nach Wolfgang Amadeus Mozart DAS MÄRCHEN VON DER ZAUBERFLÖTE – Amilcare Ponchielli LA GIOCONDA – Sergei Prokofjew DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN – Giacomo Puccini LA BOHEME – MADAMA BUTTERFLY – TOSCA – TURANDOT – Aribert Reimann L’INVISIBLE – Gioacchino Rossini DER BARBIER VON SEVILLA – IL VIAGGIO A REIMS – Dmitri Schostakowitsch LADY MACBETH VON MZENSK – Johann Strauß DIE FLEDERMAUS – Richard Strauss ELEKTRA – SALOME – Giuseppe Verdi AIDA – DON CARLO – EIN MASKENBALL – NABUCCO – RIGOLETTO – LA TRAVIATA – DER TROUBADOUR – Richard Wagner DER FLIEGENDE HOLLÄNDER – LOHENGRIN – TANNHÄUSER

Interpretinnen und Interpreten
u. a. Maria Agresta, Dinara Alieva, Daniela Barcellona, Emma Bell, Okka van der Damerau, Diana Damrau, Annette Dasch, Catherine Foster, Angela Gheorghiu, Edita Gruberova, Rachel Harnisch, Anja Harteros, Hui He, Evelyn Herlitzius, Sara Jakubiak, Petra Lang, Clémentine Margaine, Ricarda Merbeth, Liudmyla Monastyrska, Olga Peretyatko, Anita Rachvelishvili, Tatiana Serjan, Gabriele Schnaut, Maria José Siri, Anna Smirnova, Doris Soffel, Pretty Yende, Sonia Yoncheva, Guanqun Yu, Dolora Zajick, Ain Anger, Thomas Blondelle, Markus Brück, Joseph Calleja, Ildebrando D’Arcangelo, Alex Esposito, George Gagnidze, Günther Groissböck, Bryan Hymel, Ante Jerkunica, Brandon Jovanovich, Simon Keenlyside, Tobias Kehrer, Zeljko Lucic, Ambrogio Maestri, Thomas Johannes Mayer, Leo Nucci, George Petean, Simone Piazzolla, Matthew Rose, Kurt Rydl, Fabio Sartori, Andreas Schager, Peter Seiffert, Tim Severloh, Sir Bryn Terfel, Nicolas Testé, Burkhard Ulrich, Klaus Florian Vogt, Josef Wagner

Berlins größtes Opernhaus - Die Deutsche Oper Berlin

Es war eine kleine Kulturrevolution, die Charlottenburgs Bürger wagten, als sie vor über 100 Jahren die Deutsche Oper Berlin gründeten. Deren Ideal einer Bürgeroper ohne Pomp und Plüsch fühlte sich auch Architekt Fritz Bornemann verpflichtet, als er 1961 nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges das Haus neu erbaute: Hervorragende Sicht und Akustik bieten den Rahmen für Musiktheater von Ausnahmerang, die großzügigen Foyers sind kultureller Treff der Hauptstadt. Internationale Stars und ein erstklassiges Ensemble sind in dem an Regiehandschriften reichen Repertoire zu erleben: Mozart, Verdi, Wagner, Meyerbeer, Berlioz, Puccini, Strauss oder Britten spielen eine ebenso wichtige Rolle wie die zeitgenössische Oper. Das Orchester gehört unter Leitung von Donald Runnicles zu den herausragenden Klangkörpern, gastierend u. a. beim Musikfest Berlin und den BBC Proms. Seit 2012 zeichnet Dietmar Schwarz als Intendant für die künstlerische Bandbreite des Hauses verantwortlich, unter dessen Leitung sich auch die Studiobühne »Tischlerei« zu einer Institution für partizipatives Musiktheater und Uraufführungen entwickelte.

Zur Startseite